Rauchfreie Züge in Brandenburg schnell einführen

Veröffentlicht am 09.10.2006 in Allgemein

Dr. Martina Münch (MdL)

Potsdam – Die gesundheitspolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, Dr. Martina Münch, hat sich heute für eine baldige Rauchfreiheit im Regionalverkehr der Bahn in Berlin und Brandenburg ausgesprochen.

Seit dieser Woche gilt in den Zug-Bistros der Deutschen Bahn ein Rauchverbot. Aus diesem Anlass fordert Martina Münch die Deutsche Bahn AG auf, das Rauchverbot "schnellstmöglich" auch auf die Regionalzüge in Brandenburg und Berlin auszudehnen. "Was in Thüringen, Sachsen, Bayern, Niedersachsen, NRW, Baden-Württemberg und Hessen geht, muss auch in Berlin und Brandenburg möglich sein. Umfragen zeigen, dass die Mehrheit der Fahrgäste rauchfreie Bahnen wünscht", so Münch.

Die Cottbuser Abgeordnete weist darauf hin, dass rauchfreie Züge nicht nur den Gesundheitsschutz verbessern, sondern auch zu größerer Sauberkeit in den Zügen beitragen würden. "Das kann man schon heute auf den rauchfreien Bahnhöfen sehen", so Münch. Ihrer Meinung nach sollte Brandenburg nicht das letzte Bundesland sein, in dem das Rauchverbot in den Nahverkehrszügen durchgesetzt wird. "Der Landtag, die Schulen, und alle öffentlichen Einrichtungen des Landes sind seit diesem Sommer rauchfrei. Das hatte der Landtag bereits 2005 so beschlossen."
Trotz anfänglicher Skepsis bei vielen Betroffenen hat sich das Rauchverbot bewährt und wird breit akzeptiert. Die Bahn sollte hier schnellstmöglich nachziehen.

Eine Umfrage der Zeitschrift Focus hatte im Frühjahr diesen Jahres ergeben, dass sich 75 Prozent der Deutschen für ein Rauchverbot in Zügen aussprechen. Nach Angaben der Bahn plädierten bei Umfragen unter Fahrgästen mehr als 73 Prozent der Nichtraucher und selbst 41 Prozent der Raucher für die Einführung von rauchfreien Zügen. Wie in mittlerweile acht Bundesländern gilt das Rauchverbot in Zügen seit 2004 auch in Frankreich, Spanien, Italien, der Schweiz, Belgien und den Niederlanden.

 

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