Erfolgsprogramm Stadtumbau

Veröffentlicht am 15.02.2006 in Landespolitik

Thomas Günther (MdL)

Potsdam – Als "Erfolgsprogramm zur Erneuerung unserer Städte" bezeichnet Thomas Günther, baupolitischer Sprecher der SPD-Fraktion, den Stadtumbau im Land Brandenburg. Günther: "Die heute von Bauminister Frank Szymanski vorgelegten Zahlen zeigen ganz deutlich, dass das Stadtumbauprogramm im ganzen Land greift."

Bis Ende 2005 wurden bereits knapp 25.000 Wohnungen abgerissen. Günther: "Beim Abriss darf es nicht bleiben; zugleich müssen die Innenstädte, z.B. durch Sanierung, aufgewertet werden." Deshalb begrüßt er, dass Fördermittel künftig konzentriert für die Innenstädte eingesetzt werden. Günther: "Wir haben mit erheblichen Bevölkerungsveränderungen zu kämpfen; deshalb müssen wir die Innenstädte stärken. Neue Siedlungen und große Einkaufscenter am Stadtrand belasten unserer historischen Innenstädte. Das darf nicht auch noch mit Steuergeldern gefördert werden."

Die Zukunftschancen der Brandenburger Städte seien entscheidend auch vom Erfolg des Stadtumbaus abhängig. Günther: "Lebensqualität, Arbeitsplätze: All das verbindet sich mit dem Umbau. Es ist notwendig, dass der Stadtumbau von der Landesregierung als Querschnittaufgabe wahrgenommen wird, auch um die knappen Mittel möglichst effektiv einzusetzen."

Der klassische Stadtumbau mit dem Abriss von Plattenbausiedlungen müsse auch in Zukunft weiter gehen. Günther: "Er hat erstmals seit vielen Jahren zur Senkung der Leerstandsquote im Land geführt. Er wird zukünftig noch mehr Fahrt aufnehmen müssen, um strauchelnde Wohnungsunternehmen und ganze Stadtviertel zu stabilisieren."

Er geht davon aus, dass – "so bitter das ist" - auch sanierte Plattenbauten in Einzelfällen abgerissen werden müssten. Zugleich weist er darauf hin, "dass der Rückbau von Versorgungsleitungen ein zunehmend wirtschaftliches und rechtliches Problem für örtliche Versorgungsunternehmen wird."

 

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