Westerwelle spricht aus, was Merkel nur denken darf.

Veröffentlicht am 27.07.2005 in Wahlen

Union und FDP treten gemeinsam im Bundestagswahlkampf an. Dabei erfüllt die FDP für die Kanzlerkandidatin Merkel vor allem die Funktion, die Forderungen auszusprechen, die sie selber in CDU/CSU nicht durchsetzen kann.

  • Die FDP will einen unsozialen Stufensteuertarif, der vor allem Besserverdienende entlastet. Die Union hat ihre „Bierdeckelreform“ kleinlaut erst einmal wieder zurückgestellt.
  • Die FDP will eine private Teilkaskoversicherung im Gesundheitssystem. Die Union lässt offen, welche Leistungen durch ihre Kopfpauschale abgedeckt sind.
  • Die FDP will die Abschaffung der Bundesagentur für Arbeit und die massive Kürzung von Fördermaßnahmen. Die Union belässt es bei Salamitaktik und will zunächst nur die Betreuung der Langzeitarbeitslosen in die Hand der Kommunen geben.
  • Die FDP will die Gewerbesteuer auf jeden Fall abschaffen. Die Union nur vielleicht.
  • Die FDP will den Kündigungsschutz nur noch in Betrieben ab 50 Beschäftigten. Die Union will ihn ab 20 Beschäftigten. Einigen würden sie sich vielleicht auf die Mitte (ab 35 Beschäftigte).
  • Die FDP will Betriebsräte nur noch in Betrieben ab 20 Beschäftigten und die Abschaffung der paritätischen Mitbestimmung. Die Union schweigt sich dazu aus.
  • Die FDP will Abweichungen vom Tarifvertrag (Betriebliche Bündnisse) davon abhängig machen, dass Belegschaft oder Betriebsrat zustimmen. Die Union will vorerst, dass beide zustimmen.
Deutlich wird, dass Merkel und Westerwelle eine Arbeitsteilung beim Bruch mit der Sozialen Marktwirtschaft haben. Westerwelle formuliert das Ziel und Merkel den nächsten Schritt. Westerwelle sagt aber auch manches, was Merkel nicht denken will.
  • Die FDP lehnt die Erhöhung der Mehrwertsteuer (Merkelsteuer) ab, die Union will sie.
  • Die FDP will die Wehrpflicht abschaffen, die Union will sie beibehalten
  • Die FDP lehnt den Einsatz der Bundeswehr im Inneren ab, die Union will ihn.
  • Die FDP ist offen für eine Aufnahme der Türkei in die EU, die Union nicht.
Klar ist jedoch: wenn die FDP auf ihre „Sonderwünsche“ verzichtet, muss die CDU beim Abschied von der Sozialen Marktwirtschaft konsequenter werden. Diesen Handel würde Frau Merkel sicher gerne eingehen. Mehr Informationen unter: die-falsche-Wah.de
 

Homepage SPD-Unterbezirk MOL

 

 

 

 

 

News von websozis.info

30.03.2026 18:07 Nina Scheer zur Reaktivierung von Kohlekraftwerken
Eine verlängerte Nutzung von Kohlekraftwerken nach 2038 wäre weder notwendig noch sinnvoll Die Erneuerbaren sind die sauberste, sicherste und kostengünstigste Form der Erzeugung.  Es bedarf allerdings nun auch des entschlossenen Willens der Koalition und der federführenden Bundeswirtschaftsministerin, die gesetzlichen Hebel weiter auf eine systemische Umstellung zur Nutzung Erneuerbarer Energien zu stellen. „Eine verlängerte Nutzung von… Nina Scheer zur Reaktivierung von Kohlekraftwerken weiterlesen

25.03.2026 17:51 Jakob Blankenburg zum Klimaschutzprogramm
67 Maßnahmen, sieben Ministerien, ein Klimaschutzprogramm Die aktuelle Weltlage mit Konflikten, die sich massiv auf unsere Energieversorgung auswirken, zeigt eindeutig: Wir müssen schnell unabhängig von fossilen Energieträgern werden. Das heute von Bundesumweltminister Carsten Schneider vorgelegte Klimaschutzprogramm zeigt einen fairen Weg zur Erreichung der Klimaziele 2030 sowie für mehr Versorgungssicherheit auf. „Dieses Klimaschutzprogramm ist für die… Jakob Blankenburg zum Klimaschutzprogramm weiterlesen

25.03.2026 17:50 Eine notwendige strategische Perspektive für die Zukunft unseres Wirtschaftsstandorts
Ich begrüße die Impulse von Bundesfinanzminister Lars Klingbeil ausdrücklich. Deutschland steht an einem Wendepunkt. Wir brauchen ein neues Wirtschaftsmodell: eines, das konsequent auf Innovation setzt, technologische Führerschaft ermöglicht und zugleich dafür sorgt, dass Wohlstand in der Breite der Gesellschaft ankommt. „Innovation und Gerechtigkeit sind die Grundlage für nachhaltiges Wachstum und breiten Wohlstand in Deutschland. Deshalb… Eine notwendige strategische Perspektive für die Zukunft unseres Wirtschaftsstandorts weiterlesen

11.02.2026 21:41 Dagmar Schmidt zum Behindertengleichstellungsgesetz
Barrierefreiheit nützt uns allen Die Bundesregierung treibt die Barrierefreiheit voran: Das Kabinett hat am Mittwoch eine Reform des Behindertengleichstellungsgesetzes auf den Weg gebracht. SPD-Fraktionsvizin Dagmar Schmidt spricht von einem wichtigen Schritt. „Der Gesetzentwurf zur Reform des Behindertengleichstellungsgesetzes bedeutet einen wichtigen Schritt hin zu einer inklusiveren Gesellschaft. Er stärkt die Rechte von Menschen mit Behinderungen und… Dagmar Schmidt zum Behindertengleichstellungsgesetz weiterlesen

11.02.2026 21:39 Stefan Zierke zur Entwicklung im Deutschlandtourismus
Rekord im Tourismus – Strategie, gute Arbeit und verlässliche Politik zahlen sich aus Stefan Zierke, tourismuspolitischer Sprecher: Der Deutschlandtourismus erreicht mit 497,5 Millionen Gästeübernachtungen einen neuen Rekord. Klare Strategie, engagierte Beschäftigte und verlässliche Politik sorgen für Wachstum, stärken die Betriebe und sichern gute Arbeit – für einen wirtschaftlich starken, sozial gerechten und nachhaltigen Tourismus in allen… Stefan Zierke zur Entwicklung im Deutschlandtourismus weiterlesen

Ein Service von info.websozis.de