Solidarität und Verlässlichkeit nicht in Frage stellen

Veröffentlicht am 20.03.2012 in Allgemein

Potsdam. Die Vorsitzenden der SPD-Fraktionen aller ostdeutschen Bundesländer weisen die Forderung einiger nordrhein-westfälischer Oberbürgermeister nach sofortiger Abschaffung des Solidarpaktes zurück. Die SPD-Fraktionschefs Katrin Budde (Sachsen-Anhalt), Martin Dulig (Sachsen), Ralf Holzschuher (Brandenburg), Uwe Höhn (Thüringen), Norbert Nieszery (Mecklenburg-Vorpommern) und Raed Saleh (Berlin) erklären:

"Die Forderung einiger westdeutscher Oberbürgermeister, den Solidarpakt vorzeitig aufzukündigen, weisen wir entschieden zurück. Ostdeutschland ist auch in den nächsten Jahren auf die solidarische Unterstützung Westdeutschlands angewiesen, um am Ende des Jahrzehntes auf eigenen Beinen stehen zu können. Solange die Wirtschaftskraft Ostdeutschlands nur bei 70 bis 80 Prozent des Westniveaus liegt, darf die zugesagte Unterstützung nicht in Frage gestellt werden. Das hat nicht nur mit Solidarität, sondern auch mit Verlässlichkeit zu tun."

Die ostdeutschen SPD-Fraktionschefs erklären weiter: "Wie in Ostdeutschland gibt es auch in westdeutschen Bundesländern Kommunen, die finanziell in großen Schwierigkeiten sind. Wir sehen hier vor allem die Bundesregierung in der Pflicht, die Kommunen nicht immer weiter zu belasten. Viele Kommunen haben durch die Sparmaßnahmen des Bundes immer stärkere Einschnitte zu verkraften. Soziallasten werden auf sie abgewälzt, ohne zugleich Steuermittel in entsprechender Höhe an die Kommunen weiterzugeben. Schwarz-Gelb darf unsere Kommunen nicht länger als Sparschwein der Nation betrachten. Dieser Politik müssen wir uns alle gemeinsam – in Ost und West – entgegen stellen."

 

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