Fördermittel: Zuerst neue Arbeitsplätze

Veröffentlicht am 10.03.2005 in Allgemein

Günter Baaske (MdL)

Potsdam – Brandenburgs knappe finanzielle Mittel sollen künftig effektiver eingesetzt werden. Dafür spricht sich SPD-Fraktionschef Günter Baaske in einem Beitrag in der heutigen Märkischen Allgemeinen Zeitung aus. Baaske dazu ergänzend: "Im Vordergrund müssen neue Arbeitsplätze stehen. Eine Grundbedingung dafür sind Investitionen in Bildung und Wissen." Das Land könne es sich nicht leisten, "in pure Hoffnung zu investieren."

Nachfolgend der Wortlaut des Beitrags von Günter Baaske:

"Seit zwei Wochen diskutiert ganz Brandenburg über seine Zukunft. Endlich! Matthias Platzeck hat dafür den Stein ins Wasser geworfen. Das schlägt jetzt Wellen und das war so beabsichtigt. Denn nur durch diese Diskussionen gelingt es, die notwendigen neuen Wege gemeinsam zu gehen. Es muss klar werden: Unser knappes Geld ist nur dort gut investiert, wo es die Wirtschaft tatsächlich voran bringt und Arbeitsplätze schafft. Wir können es uns nicht leisten, in pure Hoffnung zu investieren. Das wurde zu lange getan. Das Ergebnis ist bekannt: Ungenutzte Gewerbegebiete, überdimensionierte Abwasseranlagen, kaum genutzte Ortsumgehungen.

Künftig muss zielgerichteter investiert werden, um Chancenreiches zu stärken. Dazu gehört – und das ist Brandenburgs großer Vorteil! - das Berliner Umland. Mit diesem Pfund müssen wir wuchern. Wir haben wichtige industrielle Kerne im ganzen Land, eine leistungsfähige Landwirtschaft, große Potenziale im Tourismus. Diese Anker werden intensiver gestärkt - das ist elementarer Bestandteil des neuen Leitbildes. Von dort sollen die Entwicklungen ausgehen und ausstrahlen. Für manche bedeutet das sicherlich weitere Wege. Aber das ist besser, als vor Ort keine Arbeit zu haben.

Das neue Konzept ist eine logische Konsequenz aus der Bevölkerungsentwicklung: Randregionen verlieren junge Menschen; die Geburtenrate ist viel zu gering. Per Parteitagsbeschluss können wir an diese Orte kein Wirtschaftsunternehmen, keine Konsumgüterproduktion hinbeordern. Das gab es bis 1989. Das Ergebnis ist bekannt: Ein Staatsbankrott. Wir haben im Keller des Landtags auch keinen Dukatenesel, um über diesen Regionen das goldene Füllhorn zu leeren.

Weiterhin ist jeder Investor willkommen, aber wir werden nicht mehr überall die Infrastruktur finanzieren können. Das wird nicht alle freuen, aber es ist notwendig, um unser Land zukunftssicher zu machen. Dazu gehören auch die Randregionen. Sie werden nicht abgehängt, denn eine Grundförderung wird es auch künftig überall geben. Aber nicht mehr für alles, denn alles überall bringt dem Ganzen nichts."

 

Homepage SPD-Unterbezirk MOL

 

 

 

 

 

News von websozis.info

03.07.2026 18:19 Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Gesundheitswesen – Abenteuerliches Vorhaben: Krankschreibungspflicht ab dem ersten Tag ist nicht zielführend und kontraproduktiv
Zum aktuellen Reformpaket der Bundesregierung warnt der Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Gesundheit der SPD vor negativen Folgen. „Der von der Union durchgesetzte Punkt der Koalitionsausschusseinigung, dass künftig bereits ab dem ersten Tag eine ärztliche Krankschreibung eingeholt werden muss, ist völlig abenteuerlich“, erklärt der Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Gesundheitswesen (ASG) Boris Velter. „Wenn nun… Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Gesundheitswesen – Abenteuerliches Vorhaben: Krankschreibungspflicht ab dem ersten Tag ist nicht zielführend und kontraproduktiv weiterlesen

23.06.2026 19:06 Dagmar Schmidt zu den Empfehlungen der Rentenkommission
Reform muss zu spürbaren Verbesserungen gegenüber dem Status quo führen Der Abschlussbericht der Rentenkommission ist eine gute Grundlage für eine umfassende Reform, die wir jetzt gründlich beraten und dann auf den Weg bringen wollen. „Die Kommission hatte die Aufgabe, Vorschläge zu entwickeln, wie insbesondere Menschen mit kleinen und mittleren Einkommen ihren Lebensstandard im Alter sichern… Dagmar Schmidt zu den Empfehlungen der Rentenkommission weiterlesen

20.06.2026 12:14 Gabriela Heinrich zum Weltflüchtlingstag
117 Millionen Menschen auf der Flucht Gabriela Heinrich, menschenrechtspolitische Sprecherin: Am 20. Juni, dem Weltflüchtlingstag der Vereinten Nationen, wird daran erinnert, dass Millionen Menschen gezwungenermaßen ihre Heimat verlassen mussten. Hinter den Zahlen stehen persönliche Geschichten und individuelle Schicksale. „Aktuell sind weltweit über 117 Millionen Menschen auf der Flucht, darunter viele Kinder, oftmals ohne die Begleitung… Gabriela Heinrich zum Weltflüchtlingstag weiterlesen

18.06.2026 12:25 „Fatales Signal an Kommunen und Verbraucher:innen“
Rechte Mehrheit im EU-Parlament stellt Vereinbarung für sauberes Wasser infrage Das Europäische Parlament hat heute eine Resolution zur Umsetzung der Kommunalabwasserrichtlinie (KARL) verabschiedet. Die in der vergangenen Legislatur beschlossene Vereinbarung zur Verbesserung der Wasserqualität sieht Vorschriften für eine durch Unternehmen gestützte Finanzierung der sogenannten 4. Reinigungsstufe vor. An dieser finanziellen Großaufgabe sollen vor allem Kosmetik-… „Fatales Signal an Kommunen und Verbraucher:innen“ weiterlesen

18.06.2026 12:16 Annika Klose zum Arbeitszeitgesetz
Arbeitszeitgesetz: Flexibilisierung ist keine Einbahnstraße Im Koalitionsvertrag ist festgehalten, dass die neue Arbeitszeitregelung keine Ausweitung der Arbeitszeit gegen den Willen der Beschäftigten sein darf, so Annika Klose. „Wir haben im Koalitionsvertrag explizit vereinbart, dass eine solche Reform auch und gerade im Sinne der Vereinbarkeit von Familie und Beruf ausgestaltet werden muss. Dass es also auch… Annika Klose zum Arbeitszeitgesetz weiterlesen

Ein Service von info.websozis.de