"Schlüsselzuweisungen an Kommunen

Veröffentlicht am 06.07.2005 in Allgemein

sollen wieder durch die Landkreise gesteuert werden."

Landrat Jürgen Reinking begrüßt die Pläne des Finanzministeriums, die Schlüsselzuweisungen wieder von der Gemeinde in die Hand der Landkreise zu geben. Die Kommunalfinanzierung wurde bis Ende 2004 durch die Landkreise wahrgenommen. Seit Jahresbeginn erhalten die Gemeinden des Landkreises die Schlüsselzuweisungen des Landes in Höhe von knapp 7,4 Mio. Euro direkt. Dadurch erhält jeder Ort pro Einwohner Zuschüsse, aber das Geld reicht für größere Investitionen oft nicht aus.

"Wir unterstützten die Pläne der Landesregierung, die investiven Schlüsselzuweisungen wieder vom Landkreis aus zu steuern. In den vergangenen Jahren haben wir sehr gute Erfahrungen mit dem Finanzausgleichsgesetz gemacht. Die Zuwendungen die durch den Landkreis getätigt wurden, haben in unserem Kreis sichtbare und nachhaltige Spuren hinterlassen. Die bedarfsgerechten Investitionen der letzten zehn Jahre in die örtliche Infrastruktur lässt sich an zahlreichen Beispielen im Landkreis ablesen. So konnten im Landkreis über 85 Mio. Euro für investive Projekte in allen Ämtern und Gemeinden umgesetzt werden. Größere Projekte, wie Radwege konnten langfristig geplant und umgesetzt werden. Die Unterstützung der Stadt Buckow um den Kurortstatus zu erlangen, wäre ohne die Bündelung von Mitteln kaum möglich gewesen. In Strausberg sind über 1,2 Mio. Euro in den Ausbau der Großen Straße geflossen, 2,9 Mio. Euro in den Erhalt der Altstadt Bad Freienwalde. Dadurch, dass die Schlüsselzuweisungen nun direkt an die Kommunen gehen, sind Investitionen in Größenordnungen wie bisher getätigt, nicht mehr möglich. Wenn die Landeszuweisungen wieder von den Landkreisen aus verteilt werden, können diese zielgerichtet für notwendige Infrastrukturmaßnahmen eingesetzt werden. Die Beträge der einzelnen Gemeinden sind dafür viel zu gering. Planungssicherheit und finanzielle Eigenverantwortung der Kommunen sind auch durch das Gemeindefinanzierungsgesetz gegeben. Die bisherige Praxis, im Gespräch mit Ämtern und Gemeinden die für sie wichtigen Infrastrukturvorhaben festzulegen, hat sich bewährt. Entscheidungen über Investitionen wurden folglich getroffen, was wirklich notwendig war und konnten mit den zur Verfügung stehenden finanziellen Mitteln zum Wohle der Bürger der Gemeinden umgesetzt werden. Dieser Handlungsspielraum fehlt uns jetzt. Stattdessen erhält jede Gemeinde nun einen finanziellen Anteil, der aber nicht immer ausreicht, um eigene Investitionen auf die Beine zu stellen."

 

Homepage SPD-Unterbezirk MOL

 

 

 

 

 

News von websozis.info

03.07.2026 18:19 Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Gesundheitswesen – Abenteuerliches Vorhaben: Krankschreibungspflicht ab dem ersten Tag ist nicht zielführend und kontraproduktiv
Zum aktuellen Reformpaket der Bundesregierung warnt der Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Gesundheit der SPD vor negativen Folgen. „Der von der Union durchgesetzte Punkt der Koalitionsausschusseinigung, dass künftig bereits ab dem ersten Tag eine ärztliche Krankschreibung eingeholt werden muss, ist völlig abenteuerlich“, erklärt der Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Gesundheitswesen (ASG) Boris Velter. „Wenn nun… Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Gesundheitswesen – Abenteuerliches Vorhaben: Krankschreibungspflicht ab dem ersten Tag ist nicht zielführend und kontraproduktiv weiterlesen

23.06.2026 19:06 Dagmar Schmidt zu den Empfehlungen der Rentenkommission
Reform muss zu spürbaren Verbesserungen gegenüber dem Status quo führen Der Abschlussbericht der Rentenkommission ist eine gute Grundlage für eine umfassende Reform, die wir jetzt gründlich beraten und dann auf den Weg bringen wollen. „Die Kommission hatte die Aufgabe, Vorschläge zu entwickeln, wie insbesondere Menschen mit kleinen und mittleren Einkommen ihren Lebensstandard im Alter sichern… Dagmar Schmidt zu den Empfehlungen der Rentenkommission weiterlesen

20.06.2026 12:14 Gabriela Heinrich zum Weltflüchtlingstag
117 Millionen Menschen auf der Flucht Gabriela Heinrich, menschenrechtspolitische Sprecherin: Am 20. Juni, dem Weltflüchtlingstag der Vereinten Nationen, wird daran erinnert, dass Millionen Menschen gezwungenermaßen ihre Heimat verlassen mussten. Hinter den Zahlen stehen persönliche Geschichten und individuelle Schicksale. „Aktuell sind weltweit über 117 Millionen Menschen auf der Flucht, darunter viele Kinder, oftmals ohne die Begleitung… Gabriela Heinrich zum Weltflüchtlingstag weiterlesen

18.06.2026 12:25 „Fatales Signal an Kommunen und Verbraucher:innen“
Rechte Mehrheit im EU-Parlament stellt Vereinbarung für sauberes Wasser infrage Das Europäische Parlament hat heute eine Resolution zur Umsetzung der Kommunalabwasserrichtlinie (KARL) verabschiedet. Die in der vergangenen Legislatur beschlossene Vereinbarung zur Verbesserung der Wasserqualität sieht Vorschriften für eine durch Unternehmen gestützte Finanzierung der sogenannten 4. Reinigungsstufe vor. An dieser finanziellen Großaufgabe sollen vor allem Kosmetik-… „Fatales Signal an Kommunen und Verbraucher:innen“ weiterlesen

18.06.2026 12:16 Annika Klose zum Arbeitszeitgesetz
Arbeitszeitgesetz: Flexibilisierung ist keine Einbahnstraße Im Koalitionsvertrag ist festgehalten, dass die neue Arbeitszeitregelung keine Ausweitung der Arbeitszeit gegen den Willen der Beschäftigten sein darf, so Annika Klose. „Wir haben im Koalitionsvertrag explizit vereinbart, dass eine solche Reform auch und gerade im Sinne der Vereinbarkeit von Familie und Beruf ausgestaltet werden muss. Dass es also auch… Annika Klose zum Arbeitszeitgesetz weiterlesen

Ein Service von info.websozis.de