Solarenergie: Sonne auf die Dächer

Veröffentlicht am 25.11.2008 in Umwelt

Barbara Hackenschmidt (MdL)

Potsdam – Die Flächenanalyse zur möglichen Gewinnung von Energie aus Solaranlagen soll bis zum kommenden Frühjahr von der Landesregierung vorgelegt werden. Das forderte heute Barbara Hackenschmidt, energie- und technologiepolitische Sprecherin der SPD-Fraktion. In seiner heutigen Sitzung hat das Kabinett einen Zwischenbericht dazu diskutiert.

Der Landtag hatte im Juli auf Initiative der SPD die Regierung beauftragt, bis Ende 2008 eine Solarflächenanalyse vorzulegen. Hackenschmidt hat Verständnis für die Verzögerung, "da detaillierte Untersuchungen notwendig sind." Die Analyse sei erforderlich, "um Brandenburgs Spitzenplatz bei den erneuerbaren Energien nicht nur zu halten, sondern auszubauen." Jeder Schritt zur Verringerung von CO2 sei sinnvoll.

Hackenschmidt: "Solarenergie auf Basis von Solarthermie oder Photovoltaik ist dafür eine wichtige Stellschraube. Diese Energie wird deutlich an Bedeutung gewinnen". Der Energiestrategie des Landes zufolge soll aus ihr im Jahr 2020 rund 11 Petajoule (PJ) Energie gewonnen werden. Im Jahr 2004 waren es erst 0,06 PJ.

Dies zeige zum einen "das enorme Potenzial, das für uns in Sonnenkraft steckt, zum anderen machen die Zahlen deutlich, dass wir uns deutlich anstrengen müssen, um dieses Ziel zu erreichen." Von den im Jahr 2020 angestrebten 120 PJ aus erneuerbaren Energien soll der Sonnen-Anteil knapp zehn Prozent betragen.

Solarenergie habe zwar sehr große Potenziale, aber es würden dafür große Flächen benötigt. Hackenschmidt: "Da wird es auch Konflikte geben. Die Flächenanalyse hilft, geeignete Standorte zu finden. Für großflächige Solarparks sind ehemalige Militärflächen wie die Lieberoser Heide optimal." Zugleich müssten Dachflächen - auch von öffentlichen Gebäuden - beispielsweise für Bürgersolaranlagen genutzt werden.

Der Ausbau der Solarenergie im Land Brandenburg stärke auch den führenden Solarstandort Frankfurt / Oder mit zahlreichen Unternehmen der Branche. Barbara Hackenschmidt: "Brandenburg hat sich – gemeinsam mit anderen ostdeutschen Ländern – zu einem Weltmarktführer in der Produktion von Photovoltaik- und solarthermischen Anlagen entwickelt. Das wollen wir weiter ausbauen."

 

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