Neue Gentechnikregeln im Interesse der Verbraucher

Veröffentlicht am 25.07.2007 in Bundespolitik

Potsdam – Kerstin Kircheis, verbraucherpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion, begrüßt den "Sinneswandel von Bundeslandwirtschaftsminister Horst Seehofer zur grünen Gentechnik". Demnach soll der Abstand von Genmais-Flächen zu konventionell bewirtschaften Feldern künftig mindestens 150 Meter, zu ökologisch bewirtschaften Flächen 300 Meter betragen. Kircheis: "Diese klaren Festlegungen sind dringend notwendig."

Die vorgesehene Novellierung des Gentechnikrechts geht Kircheis aber noch nicht weit genug. Notwendig sei, "dass Lebensmittel aus gentechnischer Produktion klar gekennzeichnet werden. Gentechnikfrei muss bedeuten, dass die Produkte zu 100 Prozent frei sind. 99 Prozent reicht nicht." Sie fordert auch, dass Abstände zu besonders schützenswerten Gebieten, zum Beispiel Naturschutzgebiete oder FFH-Gebiete, festgelegt werden müssen.

Die künftigen Abstandsflächen würden Gentechnik in der Landwirtschaft (´grüne Gentechnik`) in Gebieten mit kleinteiliger Landwirtschaft nicht mehr möglich machen. Kircheis: "Damit bleiben nur die großen Flächen in Ost- und Norddeutschland für grüne Gentechnik geeignet. Ich gebe ihr aber kaum Chancen, denn die meisten Verbraucher sagen dazu klar ´Nein!`". Die bisher auch in Brandenburg sehr geringen Anbauflächen – nur 1.400 Hektar von 1 Mio. Hektar Ackerfläche - würden wahrscheinlich weiter verringert werden.

Kircheis weiter: "Die in Brandenburg boomende Ökolandwirtschaft darf durch Gentechnik nicht gefährdet werden. Bioprodukte aus Brandenburg sind ein Renner. Das Verbrauchervertrauen in Bio darf durch Gentechnik nicht zerstört werden."

 

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