Demografischer Wandel: Mobiler Bürgerservice der Verwaltung notwendig

Veröffentlicht am 20.04.2007 in Landespolitik

Potsdam – Die Strukturveränderungen im Land Brandenburg machen einen mobilen Bürgerservice der Verwaltung notwendig. Darauf wies heute die SPD-Landtagsabgeordnete Tina Fischer hin. Die Bevölkerung in Brandenburg werde älter, viele Regionen seien dünn besiedelt. Fischer: "Darauf müssen wir reagieren. Die Verwaltung muss für alle Bürger gut erreichbar sein. Mit einem mobilen Bürgerservice würden Amtsgänge für die Bürger schneller, einfacher und günstiger zu erledigen. Die Verwaltung muss zukünftig zu den Bürgern kommen – nicht mehr umgekehrt."

Sie ist mit dem Thema auch als Vorsitzende des Sonderausschusses für Bürokratieabbau befasst. Fischer: "Verwaltung muss effizient und bürgernah sein. Das kann mit einem mobilen Bürgerservice besonders gut gelingen." Erste derartige Projekte in anderen Bundesländern würden vielversprechend laufen.

Der Bürgerservice könnte als Bus verschiedene Orte zu regelmäßigen Zeiten anfahren und dort Auskünfte erteilen, Anträge entgegennehmen und die Anliegen erledigen. Der größte Teil der Bürgerservices von Land, Kreisen und Kommunen könnte mittelfristig so direkt zu den Bürgern kommen. Tina Fischer schlägt deshalb ein entsprechendes Pilotprojekt vor.

Tina Fischer: "Man könnte dann z. B. den Führerschein oder das Elterngeld vor Ort beantragen oder sein Auto zulassen. In absehbarer Zeit wäre es möglich, Leistungen von A wie Ausbildungsförderung bis Z wie Zulassung bei sich vor Ort zu erledigen. Dann könnte man sich die Zeit und das Geld sparen, extra zur Kreisstadt zu fahren. Mit dem mobilen Bürgerservice könnten wir mit überschaubarem Aufwand echte Verbesserungen erreichen."

 

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