International und praxisnah: Neues Lehrerbildungsgesetz für Brandenburg

Veröffentlicht am 07.03.2007 in Bildung

Klara Geywitz

Potsdam – Zahlreiche Bildungsthemen standen heute im Mittelpunkt der Debatten im Landtag. Klara Geywitz, stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende und Leiterin des Arbeitskreises Bildung: "Das ist ein klares Zeichen unserer Prioritäten: Bildung muss im Mittelpunkt unserer Politik stehen!" Anlässlich der ersten Lesung der Novelle zum Lehrerbildungsgesetz sagte sie „gut ausgebildete und motivierte Lehrer sind das A und O für eine erfolgreiche und moderne brandenburgische Schule." Deutlich verwies sie darauf, "dass wir für den Lehrerberuf werben müssen, weil wir in den nächsten Jahren viele neue Lehrer einstellen wollen."

Es sei, so Geywitz, notwendig, "die Lehrer zu stärken". Mit dem Lehrerbildungsgesetz wird das Lehramtsstudium den internationalen Standards angepasst. Künftig absolvieren brandenburgische Lehrer erst einen Bachelor- und anschließend einen Masterstudiengang. Gleichzeitig werden die Praxisanteile während des Studiums erhöht.

Klara Geywitz weiter: "Mehr Praxiserfahrung wird die Studierenden besser auf den anspruchsvollen Lehrerberuf vorbereiten. Die Vielfalt der möglichen Praxisstationen - beispielsweise Kitas oder Jugendclubs - wird außerdem dafür sorgen, dass sich unsere jungen Lehrer bereits in einem frühen Ausbildungsstadium mit unterschiedlichen pädagogischen Anforderungen auseinandersetzen können."

Künftig können die Studierenden den Vorbereitungsdienst verkürzen. Abhängig davon, wie viel Unterrichtserfahrung sie während des Studiums gesammelt haben, können sie diese Zeit mit sechs bis zu maximal zwölf Monaten auf den zweijährigen Vorbereitungsdienst anrechnen lassen. Dazu Geywitz: "Das motiviert nicht nur unsere angehenden Lehrer, sondern ist auch gut für unsere Schulen. Ein Lehrerkollegium aus jungen und kreativen und älteren und erfahrenen Lehrern ist optimal."

 

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