Gentechnik darf Brandenburgs boomende Bio-Landwirtschaft nicht gefährden

Veröffentlicht am 19.01.2007 in Landespolitik

Potsdam – Die in Brandenburg boomende Ökolandwirtschaft darf durch Gentechnik nicht gefährdet werden. Das forderte heute Kerstin Kircheis, verbraucherpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion anlässlich der Eröffnung der Internationalen Grünen Woche in Berlin. Kircheis: "Bioprodukte aus Brandenburg sind ein Renner. Durch Gentechnik darf das nicht kaputt gemacht werden. Das Verbrauchervertrauen in Bio darf durch Gentechnik nicht zerstört werden."

Die ökologische Landwirtschaft sei nicht nur für die Natur verträglicher und die Menschen gesünder, "sondern schafft entschieden mehr Arbeitsplätze als die konventionelle Landwirtschaft". Kircheis weist darauf hin, "dass die Produktion von Gemüse, Getreide und Fleisch aus Brandenburger Biobetrieben nicht mehr mit der Nachfrage in Berlin-Brandenburg mithalten kann. Deshalb müssen Bioprodukte teilweise aus großer Entfernung herangeschafft werden. Und das ist nicht ökologisch."

Ein weiterer Ausbau der Ökolandwirtschaft sei notwendig. Kircheis: "Die Betriebe sollten möglichst bald umstellen, um ihre Zertifikate zu erhalten. Wir brauchen auch dringend mehr Verarbeitungsbetriebe. Ökolandwirtschaft kann noch stärker ein Markenzeichen Brandenburgs werden und viele zusätzlicher Arbeitsplätze schaffen. In den vergangenen Jahren ist dafür in Brandenburg bereits viel erreicht worden. Dieser Weg muss konsequent fortgesetzt werden."

Die positive Entwicklung dürfe aber durch Gentechnik nicht gefährdet werden. Kircheis: "Die geplante Novelle des Gentechnikgesetzes des Bundes muss darauf Rücksicht nehmen. Gentechnik soll ihre Chancen haben, darf aber konventionelle oder Bioflächen keinesfalls beeinträchtigen. Im Interesse des Verbraucherschutzes und der Landwirte brauchen wir klare Regelungen."

 

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