Potsdam – SPD-Fraktionschef Günter Baaske wertet die heute veröffentlichten Arbeitsmarktzahlen für den Monat Oktober "sehr positiv". Mit einer Quote von 15,6 % wurden die niedrigsten Zahlen seit Oktober 2000 (15,5 %) gemeldet, obwohl mit der Hartz-IV-Reform etwa 50.000 frühere Sozialhilfeempfänger in die Statistik aufgenommen wurden. Baaske: "Das sind gute Zahlen. Die Entwicklung ist besser, als wir erwarten konnten." Dr. Esther Schröder, arbeitsmarktpolitische Sprecherin der Fraktion: "Die Situation verbessert sich weiter. Hauptaufgabe bleibt es, sich für die Langzeitarbeitslosen einzusetzen."
Baaske und Schröder weisen jedoch darauf hin, dass die nüchterne Zahl von 207.223 gemeldeten Arbeitslosen auch 207.223 schwierige Einzelschicksale bedeute, "denen wir helfen wollen, auf den Arbeitsmarkt zurückzukehren".
Günter Baaske weiter: "Wenn man im Land unterwegs ist, ist zu erkennen: Brandenburg ist in Bewegung, es passiert etwas! Besonders gut ist, dass auch die sozialversicherungspflichtigen Jobs zugenommen haben. Jetzt muss Beständigkeit in die positive Entwicklung, das heißt: Wir müssen es schaffen, dass auch verstärkt Langzeitarbeitslosen in feste Jobs kommen. Dauerhaft 1-Euro-Jobs sind für sie zu wenig". Die Zahl der Langzeitarbeitslosen – mehr als ein Jahr arbeitslos – hat zwar im Vergleich zu den vergangenen Monaten teilweise deutlich abgenommen, sich jedoch zum Oktober 2005 um 2.641 erhöht. Schröder: "Das bleibt unsere Hauptaufgabe. Die dafür vorhandenen Mittel – 340 Mio. EUR für 2006 – müssen effektiv für Eingliederungshilfen eingesetzt werden."
Die offensichtliche Wende auf dem Arbeitsmarkt sei jedoch auch daran erkennbar, dass die Zahl der Beschäftigten auf dem zweiten Arbeitsmarkt – z. B. ABM und 1-Euro-Jobs – im Vergleich zu Oktober 2005 zurückgegangen ist und es dennoch zur Absenkung der Arbeitslosenquote kam.