Bundeskanzler: Für ein starkes und soziales Deutschland

Veröffentlicht am 17.09.2005 in Wahlen

Liebe Wählerinnen und Wähler,

am kommenden Sonntag geht es um Ihre ganz persönliche Entscheidung. Sie entscheiden, ob unser Land auch in Zukunft wirtschaftliche Stärke mit sozialer Gerechtigkeit verbindet.

Meine Regierung packt kräftig an. Wir haben mit der dringend notwendigen Erneuerung unseres Landes begonnen. Wir handeln, wo die Vorgängerregierung aus CDU / CSU und FDP sträflich gezögert und blockiert hat. Jetzt wollen diese Parteien wieder an die Macht – und mit der gleichen Unvernunft, mit der sie vor Jahren den Anschluss verpasst haben, wollen sie jetzt radikal das Gegenteil: Sie wollen das Ende des sozialen Deutschlands. Achten Sie sehr genau darauf, was CDU / CSU und FDP für Sie persönlich bedeuten: Kopfpauschale, Mehrwertsteuererhöhung, volle Besteuerung der Schichtarbeit, Kürzung der Ausbildungsvergütung, Einführung von Studiengebühren, Kürzung der Pendlerpauschale – in jedem Fall zahlen Klein- und Durchschnittsverdiener die Zeche für die Entlastung der Spitzenverdiener. Und im Hintergrund droht ein noch unsozialeres und ungerechteres Steuermodell, das die Union aus guten Gründen vor der Öffentlichkeit versteckt. Denn wenn das Kirchhofmodell Wirklichkeit werden sollte, dann trennt uns nichts mehr von einem radikal unsozialen Land. Auch in anderen Bereichen drohen Rückschritte mit
  • dem radikalen Abbau von Arbeitnehmerrechten
  • der Abschaffung des Kündigungsschutzes
  • einer konservativen Familienpolitik, die zurück ins 19. Jahrhundert führt
  • einer Außenpolitik, die nicht die Fähigkeit zum Frieden hat
  • einer unmodernen Energiepolitik und der Rückkehr zur Atomkraft
Wir haben in den vergangenen Jahren hart für ein modernes Deutschland gearbeitet. Wir haben vielleicht nicht immer alles richtig gemacht – aber die Richtung stimmt, und erste Erfolge sind sichtbar. Jetzt geht es darum, die Reformen auch wirken zu lassen, nicht mittendrin den Kurs zu wechseln und vor allem nicht das leichtfertig über Bord zu werfen, wofür die Menschen in diesem Land so viele Jahre gearbeitet haben: eine demokratische Ordnung mit sozialem Zusammenhalt. Deutschland braucht vernünftige Reformen, keinen radikalen Systemwechsel. Und deshalb bitte ich Sie, mir mit Ihrer Erst- und Ihrer Zweitstimme für die SPD zu ermöglichen, meinen Kurs fortzusetzen. Für ein starkes und soziales Deutschland. Es grüßt Sie herzlich Ihr Gerhard Schröder Gerhard Schröder
 

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